Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde
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Moderne Wassertechnik in denkmalgeschütztem Gebäude

Wasserwerk Stadtsee in Eberswalde geht offiziell in Betrieb


Ansprache Verbandsvorsteher Wolfgang Hein

Nach einer Bauzeit von 14 Monaten, in der die gesamte Technologie zur Aufbereitung des Trinkwassers sowie die automatische Steuerungsanlage des Wasserwerks Stadtsee in Eberswalde erneuert wurde, nimmt das zweitgrößte Wasserwerk des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde (ZWA) am 26. August 2010 seinen offiziellen Betrieb auf.
Das Wasserwerk Stadtsee wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Es bestand neben einem Wohnhaus, dem Reinwasserbehälter und dem Maschinenhaus aus einem Gebäude, in welchem die eigentliche Wasseraufbereitung untergebracht war. Dieses Gebäude beinhaltet die Filterhalle, die Pumpenhalle, einen Schaltraum mit der gesamten Steuerungsanlage und der Elektroanlage sowie einen Büroraum. Alle Gebäude wurden gemäß der zu dieser Zeit typischen Industriearchitektur als neogotische Fassade aus geklinkertem Sichtmauerwerk errichtet.
Während des nun schon über 100-jährigen Betriebes des Wasserwerkes wurden die Gebäude mehrfach umgebaut und umgenutzt. Heute wird fast kein für den Wasserwerkbetrieb notwendiges Gebäude mehr entsprechend seiner ursprünglichen Nutzung bewirtschaftet. Die Arbeit der ehemals vorhandenen Dampfmaschine übernahmen ab 1928 entsprechende Elektromotore. Im Zusammenhang mit der Errichtung des Schlacht- und Verarbeitungsbetriebes in Britz wurde das Wasserwerk Stadtsee in den 70-iger Jahren so ausgebaut, dass der Schlachthof mit der erforderlichen Menge an Rohwasser versorgt werden konnte. Dazu wurden 12 neue Brunnen gebohrt und eine Rohwasserleitung DN 500 nach Britz verlegt. Die Aufbereitung zu Trinkwasser erfolgte im Schlachthof selbst. Gleichzeitig erhielt das Wasserwerk 3 neue Filter für die Aufbereitung des Trinkwassers. Die Reinwasserbevorratung erfolgt weiterhin in einem unterirdischem Behälter.
Nach 1990 wurden die Reinwasserpumpen und die Steuerung der Anlage dem nunmehr ver-fügbaren Stand der Technik angepasst und eine erste Hüllensanierung vorgenommen. Die Rohwasserversorgung für den Schlachthof wurde eingestellt, da dieser sich über eigene Brunnen selbst versorgte.
Durch die jetzt erfolgte Erweiterung der Wasseraufbereitung und der Reinwasserförderung wurde die Kapazität des Wasserwerkes auf 480 m³/h bzw. 6.000 m³/d erhöht werden. Gemeinsam mit dem Wasserwerk Finow verfügt die Stadt Eberswalde und das Umland damit über eine Wasserwerkskapazität von mehr als 18.000 m³/d. Mit dieser Kapazität steht ausreichend Trinkwasser zur Verfügung. Dies zeigte sich deutlich in den heißen Sommermonaten diesen Jahres, als das Wasserwerk bereits seine Feuertaufe bestehen musste. Das Wasserwerk Stadtsee versorgt den Stadtteil Nordend und das Wohngebiet Leibnizstraße von Eberswalde sowie die Umlandgemeinden Britz, Golzow, Senftenhütte, Neuehütte, Sandkrug und das Kloster Chorin (Versorgungsbereich rd. 10.000 Einwohner).
Im Versorgungsgebiet der beiden Wasserwerke Finow und Stadtsee beliefert der ZWA ca. 55.000 Einwohner mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser.
Noch verbleibende Aufgaben am Standort des Wasserwerk Stadtsee sind die Ertüchtigung und Wiederinbetriebnahme des alten Reinwasserbehälters, ebenfalls mit einer neogotischen Fassade und die Fortführung und Beendigung des Hüllensanierung.

Ansprache des Verbandsvorstehers Herrn Hein

Historischer Überblick

Hinweise zum Investitionsvorhaben

Galerie

| 27.08.10 ZWA Eberswalde | 

Energiemanagementsystem des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde nach DIN EN 16001:2009 zertifiziert


Erläuterung der Baufortschritte

Am 30. März 2010 wurde erfolgreich das Energiemanagementsystem (EnMS) des ZWA Eberswalde nach der aus dem Jahr 2009 stammenden deutschsprachigen Fassung der DIN EN 16001 durch den TÜV Nord zertifiziert. Damit ist der Verband der erste der Branche, der seine Anstrengungen zum effizienten Umgang mit Energie als Baustein seiner umfassenden Nachhaltigkeitspolitik mit Hilfe dieser neuen Norm systematisiert und nach außen hin transparent gemacht hat. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und eines zunehmenden Kostendrucks wurde im Oktober 2009 durch die Verbandsführung beschlossen, ein entsprechendes Energiemanagement aufzubauen. Beratende Unterstützung kam von der Wasser Abwasser Management GmbH. Bereits Ende Dezember konnte dann das Energiemanagementsystem offiziell im Verband in Kraft gesetzt werden.

|29.07.2010 ZWA Eberswalde | weiter