Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde
Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde

Kläranlage Breydin - klein aber rein

Im Jahr 2007 in nur 5 Monaten erbaut


nach 5 Monaten Bauzeit die Inbetriebnahme

In der Ortslage Klobbicke der Gemeinde Breydin wurden 1992 gemeinsam mit dem Straßenbau 1,2 km Schmutzwasserleitungen sowie Grundstücksanschlüsse in der Lindenstraße, Am Storchennest und teilweise im Akazienweg verlegt. Diese konnten jedoch in der Vergangenheit nicht in Betrieb gehen, da die Aufleitung des Schmutzwassers auf eine Kläranlage fehlte. Ursache hierfür war, dass sich die Bürger in Trampe später mehrheitlich für Kleinkläranlagen entschieden und somit eine ursprünglich geplante Aufleitung auf die Kläranlage Eberswalde verworfen wurde. Zur Lösung dieses Problems wurden verschiedene Varianten untersucht. Letztendlich wurde eine Kläranlage am Standort nördlich von Klobbicke favorisiert.

Entscheidend waren die Anforderungen der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Barnim und die Auflagen des Umweltschutzes, da die Ortslage Klobbicke im Landschaftsschutzgebiet „Barnimer Heide“ liegt und unmittelbar an das Naturschutzgebiet „Nonnenfließ Schwärzetal“ grenzt.

Das für die Kläranlage notwendige Grundstück wurde von einem privaten Eigentümer erworben.

Um die sehr strengen Reinigungsvorgaben für das Ablaufwasser der Kläranlage zu erfüllen, wurde die SBR Technologie ausgewählt. Diese Reinigungstechnologie gibt es bereits seit den 30iger Jahren und wurde in den letzten 15 Jahren weiterentwickelt. Sie ist besonders gut für kleine Anlagen mit hohen Reinigungsvorgaben geeignet. Hier werden alle Reinigungsschritte biologisch mittels Belebtschlamm vorgenommen. Für den Ablauf des gereinigten Schmutzwassers wird ein kleiner Graben am Waldrand genutzt.


Die Anlage in Breydin

Um das Wasser möglichst lange im Umland zu erhalten, wurde noch ein natürliches Sickerbecken im Wald errichtet. Dieses kann bei Bedarf über einen Graben an den Schafsee angeschlossen werden. Geschlossene unterirdische Behälter sorgen für einen geräusch- und geruchsarmen Kläranlagenbetrieb. Die Kläranlage Breydin hat eine Anschlussgröße von 150 Einwohnergleichwerten und entsorgt somit die bereits mit einer Schmutzwasserleitung erschlossenen Grundstücke. Über ein Pumpwerk und 700 m Druckleitung wird das Schmutzwasser zum Kläranlagenstandort transportiert. Eingeleitet wird nur häusliches Schmutzwasser. Die Fäkalien der Grundstücke in Klobbicke, welche nicht leitungsmäßig erschlossen sind, werden weiterhin zur Kläranlage Sydower Fließ transportiert und dort gereinigt. Die vorrangig aus Fertigteilen erstellte Anlage wird von der Kläranlage Eberswalde überwacht. Sie hat keine eigene personelle Besetzung. Die gemäß Bauauflagen geforderten Ausgleichsmaßnahmen für den Umweltschutz wurden auf der Kläranlage in Klobbicke und auf der Kläranlage in Eberswalde realisiert.

Die Fakten