Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde
Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde

Abwasser im Haushalt

Abfälle gehören nicht in die Toilette

Toiletten sind für uns heute selbstverständlich und deren Benutzung kinderleicht. Einfach den Spülknopf betätigen und schwupp, spült das Wasser auch das weg, was man mitunter achtlos hineinwirft.

Müll in der Rechenanlage
Mülltrennung im Klärwerk: der "Hausmüll"
wird vom Abwasser getrennt

Leider ist immer wieder festzustellen, dass die „Kloschüssel“ mit einem Mülleimer verwechselt wird. Dadurch gelangen Abfälle in das Kanalnetz, die zu großen Problemen bei der ordnungsgemäßen Schmutzwasserentsorgung führen und den Betrieb der öffentlichen Schmutzwasseranlagen sowie die Gesundheit von Mitarbeitern in erheblichem Maße gefährden können.

Die Palette der über die Toilette entsorgten Stoffe reicht dabei von Altöl über Farben, Hygieneartikel, Medikamente, Rasierklingen, Reinigungsmittel und Speisereste bis hin zu WC-Steinen und Windeln.

Müll im Abwasser
So sieht das dann
in gepresster Form aus
 

Die so eingeleiteten Stoffe führen oft zur Bildung von Ablagerungen und Verstopfungen im Kanalnetz und in den Pumpwerken, die nur mit einem hohen manuellen Aufwand wieder beseitigt werden können. Sie beeinträchtigen weiterhin den baulichen Zustand der Kanalisationsrohre und Schächte, deren Sanierung anschließend einen erheblichen finanziellen Aufwand erfordert.

Abwasserbehandlung und Abfallentsorgung sollten deshalb nicht verwechselt werden. Beide sind für ihre speziellen Aufgaben eingerichtet. Wo aber die Kanalisation mit Belastungen fertig werden muss, für die sie nicht geschaffen wurde, kann sie versagen und in wichtigen Teilen sogar beschädigt werden. Was wie zu entsorgen ist (oftmals auch kostenlos), kann in der Abfallfibel nachgelesen oder bei den zuständigen Einrichtungen erfragt werden. Auch der ZWA Eberswalde hat in seinen Einleitungsbedingungen gemäß § 7 der 
 Satzung über die leitungsgebundene Schmutzwasserbeseitigung eindeutig geregelt, welche Stoffe nicht in die Kanalisation eingeleitet werden dürfen.

Besondere Probleme bereiten z. B. eingeleitete Speisereste. Diese bilden für die Ratten im Kanalnetz eine ideale Nahrungsgrundlage. In den letzten Jahren ist deutschlandweit eine enorme Zunahme der Rattenpopulation zu verzeichnen. Dabei sind es vor allem die Wanderratten, auch Kanalratten genannt, die sich im Kanalnetz rasch ausbreiten, wenn das entsprechende Nahrungsangebot vorhanden ist. Als Allesfresser sind sie nicht sehr wählerisch in ihrer Ernährung. Durch ihren Kot hinterlassen sie zudem gefährliche Krankheitserreger und stellen somit eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit dar.
Die früher gefürchtete Pest konnte zwar eingedämmt werden. Aber Erreger der Weil‘schen Krankheit oder Typhus können weiterhin durch Ratten übertragen werden.
Nicht zuletzt können sie durch ihr Wühl und Nageverhalten materielle Schäden an baulichen Anlagen und Leitungen hervorrufen.

Aus diesem Grund wendet der ZWA Eberswalde jährlich erhebliche Mittel zur Rattenbekämpfung in seinen Anlagen auf.

Daher unser dringender Appell:

„Keine fremden Stoffe, besonders keine Essenreste, in die Kanalisation
entsorgen!“

Die Fakten