Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde
Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde

Antworten auf alle Fragen zur mobilen Entsorgung


problemlose Entsorgung mit einem
Absaugstutzen an der Grundstücksgrenze

Knapp 16 % der Grundstücke im Verbandsgebiet des ZWA sind nicht an die Schmutzwasserkanalisation angeschlossen. Das auf den nicht angeschlossenen Grundstücken anfallende Schmutzwasser wird mobil entsorgt. Rechtliche Grundlage ist die Satzung über die mobile Schmutzwasserbeseitigung. Der Satzungstext kann hier nachgelesen werden.
Um das Schmutzwasser ordnungsgemäß in einer Kläranlage entsorgen zu können, sind täglich Entsorgungsfahrzeuge des von uns beauftragten Unternehmens unterwegs . Mehr dazu finden Sie hier. Etwa 48.000 mal im Jahr werden die Sammelgruben oder Kleinkläranlagen angefahren. Dabei werden rund 210.000 m³ Schmutzwasser oder Klärschlamm transportiert; das entspricht einer Menge von 21 Mio 10 l-Wassereimern. Jedes Jahr legten die Fahrzeuge eine Strecke von rund 425.000 km zurück!

Wie soll eine Sammelgrube beschaffen sein?

Im Verbandsgebiet des ZWA gibt es über 5.000 Sammelgruben. Sie sind meist aus Beton oder Kunststoff, müssen für Schmutzwasser geeignet und dauerhaft dicht sein. Sie dürfen keinen Ablauf haben, deshalb wird oft von abflusslosen Gruben gesprochen. Der Grundstückseigentümer wählt die Größe der Sammelgrube nach dem Schmutzwasseranfall und der Entsorgungshäufigkeit. Ein Absaugstutzen an der Grundstücksgrenze erspart dem Eigentümer übrigens das Auslegen des Schlauchs auf dem Grundstück. Drohende Pannen bzw. Verunreinigungen auf dem Grundstück gehören dann der Vergangenheit an.

Auf vielen Grundstücken wird mehr Trinkwasser verbraucht als Schmutzwasser entsorgt wird. Nicht immer kann dies durch den Grundstückseigentümer plausibel erklärt werden. Richtig ist, dass nicht alles verbrauchte Wasser in die Grube gelangt, Gartenbewässerung, Tierhaltung, Baumaßnahmen, aber auch Rohrbrüche an Trinkwasserleitungen führen dazu, dass Differenzen zwischen Trink- und Schmutzwasser entstehen. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass viele Sammelgruben in den 50er bis 80er Jahren des letzten Jahrhunderts errichtet wurden. Bei diesen Gruben sind die Betonringe oder das Mauerwerk oft so undicht geworden, dass Schmutzwasser aus der Grube austreten kann. Schmutzwasser kann in erheblichem Maße den Boden und das Grundwasser verunreinigen, so dass dies der Gesetzgeber unter Strafe gestellt hat. In diesen Fällen arbeitet der ZWA eng mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Barnim zusammen, deren Aufgabe die Überwachung und der Schutz der Gewässer und des Bodens ist. Jeder Grundstückseigentümer ist also verpflichtet, den Zustand seiner Grundstücksentwässerungsanlage regelmäßig zu kontrollieren und auftretende Mängel sofort zu beseitigen.

Welches Wasser gehört eigentlich in die Sammelgrube?

Jeder Eigentümer ist verpflichtet, das gesamte Schmutzwasser, wie z.B. Bade- und Duschwasser, Waschmaschinenablauf, Toilettenspülung, Wasch- und Spülwasser, der Sammelgrube zuzuführen und das gesamte gesammelte Schmutzwasser dem ZWA zu überlassen.

...und was ist mit meinem Blumenwasser?

Mitunter gelangen große Wassermengen nicht in die Sammelgrube, z.B. Mengen, die für die Gartenbewässerung, für das Füllen oder Nachfüllen von Pool oder Teich o. ä. verwendet werden. Es kann sich lohnen, hierfür eine gesonderte, geeichte Messeinrichtung installieren zu lassen. Diese sog. Gartenzähler oder Abzugszähler sind beim ZWA genehmigungspflichtig und werden nach Selbsteinbau verplombt. Die über diese Zähler entnommenen Wassermengen werden bei der Berechnung der Entsorgungsgebühren von der Schmutzwassermenge abgesetzt.

Wie oft sollte man Schmutzwasser entsorgen lassen?

Die Entsorgung des Grubeninhalts soll nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich erfolgen. Bei Kleinkläranlagen ist in der Regel eine Schlammräumung nicht jedes Jahr erforderlich. Die Betreiber der Kleinkläranlagen stellen in Abstimmung mit dem Wartungsingenieur die Höhe des Schlammspiegels fest. Der Wartungsbericht soll beim ZWA eingereicht werden, wenn der Schlamm nicht jährlich entsorgt wird.

...und wenn die Anmeldung der Entsorgung vergessen wird?

Erfolgt die Entleerung der Sammelgrube nicht bis Oktober, wird der Kunde vom ZWA daran erinnert, seine Grube wenigstens noch einmal bis zum Ende des Kalenderjahres entleeren zu lassen. Die regelmäßige Entleerung ist auch deshalb wichtig, um Verfestigungen am Grubenboden zu verhindern.

Es gibt aber trotzdem jedes Jahr Kunden, die ihr Schmutzwasser nicht entsorgen lassen. In diesen Fällen überprüft der ZWA, teilweise auch gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde, ob der Verdacht auf illegale Entsorgungen besteht. Häufig sind hierbei nicht genehmigte und auch nicht genehmigungsfähige Ablaufleitungen an Sammelgruben festgestellt und geschlossen worden

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