Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde
Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde

Klärschlamm - das Abprodukt der Abwasserreinigung

Ziel der Klärschlammbehandlung ist es, zum einen die Biomasse im Schlamm zu verringern und den Rest weitgehend zu entwässern.

Voreindicker
Voreindicker entziehen Wasser

Der bei der Abwasserreinigung in der Vorklärung anfallende Primärschlamm und der in den Belebungsbecken durch das Wachstum der Mikroorganismen produzierte Überschussschlamm werden dem Abwasserreinigungsprozess entzogen und durch statische Voreindicker (Primärschlamm) bzw. durch maschinelle Voreindickung (Überschussschlamm) auf einen Trockensubstanzgehalt von ca. 5,0 % eingedickt. Damit wird der Energieaufwand für die in der geschlossenen Faulung erforderliche Aufheizung des Schlammes auf ca. 37,5 °C  minimiert und die Gasausbeute in der Faulung erhöht.

Faultürme
In den Faultürmen wird Biomasse
abgebaut und dabei entsteht Methangas

In den Faultürmen sorgen Bakterien in ca. 3 Wochen für eine Umsetzung der organischen Substanzen, wobei sich als Stoffwechselprodukt u.a. Methangas bildet. Da beim Umsetzungsprozess im Faulturm auch Wasser entsteht, muss der ausgefaulte Klärschlamm anschließend in den Nacheindickern nochmals eingedickt werden, um in der nachfolgenden maschinellen Schlammentwässerung den Bedarf an Hilfsstoffen zu verringern.

Für die weitere Klärschlammentsorgung (Transport, Lagerung und Verwertung) ist es erforderlich, den Trockensubstanzgehalt des Klärschlammes auf ca. 30 % anzuheben.


Dies geschieht in der maschinellen Schlammentwässerung durch den Einsatz einer Kammerfilterpresse. Zur besseren Entwässerung des Schlammes wird dabei Kalk und Eisen-III-Chlorid als Konditionierungsmittel zugegeben.

Jährlich fallen auf der KA Eberswalde ca. 8.000 m³ Klärschlamm an, der auf Grund der guten Beschaffenheit zu 100 % in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann.

Die Fakten