Benchmarking in Brandenburg

Seit 2001 führen brandenburgische Wasserver- und Abwasserentsorger Benchmarking-Projekte durch. Die Benchmarking-Projekte werden in Eigeninitiative sowie im Rahmen der bestehenden Kooperationen Wasser und Abwasser Brandenburg (KOWAB), in denen kommunale Aufgabenträger der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, wie z.B. Zweckverbände und kommunale Unternehmen auf freiwilliger Basis zusammenarbeiten, durchgeführt.
Benchmarking auf freiwilliger Basis ist ein Instrument zur Optimierung der technischen und wirtschaftlichen Leistung und Effizienz und führt zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit, zur Kundenzufriedenheit und dient der nachhaltigen, qualitätsorientierten Ver- und Entsorgungssicherheit. Aus diesem Grunde nimmt der ZWA bereits seit Anfang 2000 regelmäßig an Leistungsvergleichen mit Aufgabenträgern aus dem gesamten Bundesgebiet teil.
Ausgehend von diesen Aktivitäten haben die
· KOWAB Kooperation Wasser und Abwasser Brandenburg-Ost,
· KOWAB Kooperation Wasser und Abwasser Brandenburg-Süd,
· KOWAB Kooperation Wasser und Abwasser Brandenburg-West sowie der
· Landeswasserverbandstag Brandenburg e.V.,
· BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Landesgruppe Berlin/Brandenburg und der
· DVGW Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V., Technisch–wissenschaftlicher Verein, Landesgruppe Berlin/Brandenburg
· DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., Landesverband Nordost
ein landesweites, freiwilliges Benchmarking im Land Brandenburg initiiert. Das MUGV -Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz in Potsdam unterstützt die brandenburgische Benchmarkinginitiative ausdrücklich.
Die Kooperationen und Verbände der Wasserwirtschaft im Land Brandenburg haben sich am 26. Januar 2010 in Potsdam in einer sogenannten Verbändeerklärung dazu bereit erklärt, gemeinsam den erforderlichen konzeptionellen Rahmen für ein Benchmarking in der Wasserwirtschaft im Land Brandenburg im Sinne der Selbstverwaltung zu erarbeiten und weiter zu entwickeln.
Die Leitung des landesweiten Projektes wurde dem Verbandsvorsteher des ZWA, Herrn Dipl.- Ing. Wolfgang Hein, übertragen, der als Leiter des Arbeitskreises Benchmarking in der KOWAB-Ost im Frühjahr des vergangenen Jahres maßgeblich an der Entstehung des Projekts beteiligt war.
Das vom ZWA mitentwickelte Konzept gewährleistet, dass Leistungs- und Prozessvergleiche unterschiedlicher Inhalte möglich sind. Dabei werden die in Brandenburg bereits vorhandenen langjährigen Erfahrungen berücksichtigt.
Die brandenburgischen Kooperationen und Verbände der Wasserwirtschaft gehen bei der Verwirklichung ihres gemeinsamen Benchmarkingansatzes u.a. von folgenden Grundsätzen aus:
q Freiwilliges Benchmarking ist ein bewährtes Instrument zur Optimierung der technischen und wirtschaftlichen Leistung und Effizienz der Unternehmen.
q Optimierungsziele sind neben der Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Kundenzufriedenheit auch Ver- und Entsorgungssicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit der Wasserwirtschaft.
q Benchmarking auf Grundlage speziell auf die jeweilige Fragestellung zugeschnittener Systeme führt zur Weiterentwicklung der Wasserwirtschaft auf hohem Niveau.
Die Fakten



